Jörg Lindner

Die Heilpraktikerprüfung hat durchaus Niveau, anders als es oft dargestellt wird, auch schon vor 20 Jahren. Ein befreundeter Zahnarzt ist jedenfalls nach nur oberflächlicher Vorbereitung (seine Aussage) zweimal durch die Prüfung gefallen. Zusätzlich zur Heilpraktikerprüfung habe ich Fachprüfungen für die Therapieformen absolviert, die ich in der Praxis ausübe. Ergänzt wird dies fortlaufend durch Weiterbildung in meinem Verband und durch freie Anbieter. Dieses Konzept hat sich über viele Jahre bewährt. Ich sehe also keine übermäßige Gefahr, die durch mich und die mir bekannten KollegInnen für die Bevölkerung ausgeht.

Fast alle meine PatientInnen sind bei Ärzten und Orthopäden in Behandlung. Die „harten“ Diagnosen sind dadurch meistens bekannt und werden auch häufig gleich dort aufgefangen. Auf der anderen Seite bin ich bei den funktionellen Beschwerden der vertrauenswürdige Ansprechpartner für meine PatientInnen. Ich arbeite also nicht „alternativ“ sondern komplementär (ergänzend), tatsächlich bin ich natürlich bei bestimmten Beschwerden für viele Menschen alltäglich eine echte Alternative.

Lasst uns also diesen Weg des Miteinanders weitergehen, der Patient sollte die freie Wahl haben für seine Gesundheitsentscheidungen und das optimale Angebot bekommen. Nicht „entweder-oder“, sondern „sowohl-als auch“! Ich höre meinen PatientInnen sehr genau zu und finde die Zustimmung für dieses Konzept jeden Tag, zum Segen für die Gesundheit. Der Heilpraktiker ist ein Praktiker, kein zweiter Schulmediziner, der Patient möchte seine Chance auf eine „Außenseitermethode“ (von außen betrachtet). Mit Recht erwarten die PatientInnen einen anderen Therapieansatz als beim Schulmediziner, wenn sie zum Heilpraktiker gehen. Dieser freie Blickwinkel wird gewährleistet mit der derzeitigen Rechtsgrundlage, die nicht angetastet werden darf.

Statt ideologischer Verkrampfung und monetären Ängsten empfehle ich ein „von-einander-lernen“ zum Wohle des freien und mündigen Patienten. Das Rechtsgutachten ist im Ansatz falsch, aber wenn es dazu führt, dass am Ende eine längst gelebte Realität bestätigt wird, soll es mir recht sein. Der Heilpraktiker hat seinen wichtigen Platz in der Mitte der Gesellschaft. Dieser Beruf hat ein enormes Wachstumspotential für die Zukunft, das Rechtsgutachten ist dafür ein Symptom.

Valeria A.
Ich bin seit über einem Jahr bei Herrn Lindner in osteopathischen Behandlung aufgrund wiederkehrender Schmerzen und Blockaden im Rücken. Natürlich war ich deshalb auch mehrmals beim Orthopäden, habe viel Physiotherapie und verschiedene Schmerzmedikame nte verordnet bekommen. Die Medikamente bewirken natürlich nichts, außer eine kurzfristige Linderung der Schmerzen. Die Physio hat sich als effektiv erwiesen, aber auch hiermit konnten nicht alle meine Probleme gelöst werden. Und hier kommt Herr Lindner ins Spiel - an dem Punkt, wo mir Medikamente, spezielle Kräftigungs- und Dehnübungen nicht weiter helfen, kann er durch "Einrenken" meiner Wirbel, Stimulierung verschiedener Muskelgruppen, Meridiane etc. ganz signifikant zur Linderung meiner Beschwerden beitragen. Ich möchte seine Behandlung keinesfalls missen. Ich denke, es sollte jedem mündigen Erwachsenen selbst überlassen sein, welchen Weg/Wege er zu seiner Genesung wählt. Es muss kein "Entweder-Oder" geben.
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Thiessen, Erika
Ich kann nur mit voller Überzeugung bestätigen, was Herr Lindner von seinem Beruf und seiner Arbeit oben geschrieben hat. Auch ich bin bei Ihm in Behandlung und erfahre immer wieder, wieviel Zeit und Aufmerksamkeit er mir als Patienten widmet, wie vielfältig und kompetent seine Anwendungen sind und wie sehr er meine Schmerzen lindern kann. Ohne seine Behandlungen säße ich längst im Rollstuhl, wie mir ein Orthopäde einst sagte.Ohne seine Behandlung hätte ich eine Schulteroperati on haben müssen , die mir dank seiner Behandlung erspart blieb.
Ich kann das, was Herr Andreas K. sagt nur voll unterstützen.

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R. Lange
Ich kann der Meinung von Herrn Lindner voll zustimmen.

Auch für mich heißt es nicht "entweder-oder", sondern "sowohl-als-auch".
Es gibt Krankheiten, da können nur Ärzte helfen, das wissen aber auch die meisten Heilpraktiker.
Es gibt aber auch Leiden, da können Heilpraktiker viel besser als die meisten Ärzte helfen, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Deshalb würde etwas Wertvolles verloren gehen, wenn die Politik den Heilpraktikerbe ruf entwerten oder abschaffen würde.
Ich wünsche mir, dass diejenigen, die darüber zu entscheiden haben, die Wünsche der Patienten stärker berücksichtige n würden;
leider können sich oftmals Lobbyisten wie z.B. die Pharmaindustrie besser durchsetzen, auch wenn es dann nicht dem Wohl der Patienten dient.

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Andreas K.
Es ist erschreckend zu lesen, wie man die Vielfältigkeit des Heilpraktiker-Berufes zunächst übe reinen Kamm schärt.

Dann frage ich mich, wieviel Zeit ein Arzt für seine Patienten investiert im Vergleich zum Heilpraktiker? Und wieviel Krankheiten werden durch Ärzte gar nicht entdeckt und behandelt? Es ist klar, dass ein Arzt diese Zeit in unserem profitorientier ten Gesundheitssyst em nicht aufbringen kann. Da bleibt keine Zeit für Ursachenforschu ng; da werden schnell Symptome betäubt.

Heilpraktiker und Ärzte ergänzen sich meiner Meinung nach hervorragend und stehen keineswegs in Konkurrenz zu einander. Bei mir funktioniert diese Symbiose perfekt,
Ohne meine Heilpraktiker wäre ich heute vermutlich operativ schon verschandelt.

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Olaf Lohse
Es ist unmöglich was die Politik alles gegen die Wand fährt etc. Seit Monaten beschäftige ich mich mit diesen Thema u habe vertieft nachgeforscht. Die Politik u die Regierung steckt komplett mit der Pharmaindustrie unter einer Decke u somit ist kein Platz mehr für den/die Heilpraktikerbe ruf. Aus meiner Sicht ist das absolut nicht zu akzeptieren u man muss da gegen an gehen.
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Frank Zillmer
Sehr geehrter Herr Lindner,
die von Gesundheitspoli tikern erhobene Forderung, den Heilpraktikerbe ruf abzuschaffen, hat in der Bundestagsfrakt ion der FDP keine Mehrheit gefunden:
Dort ist man der Auffassung, dass zu einem liberalen Miteinander auch die Entscheidung des Einzelnen gehört, sich nicht schulmedizinisc h behandeln zu lassen.
Wie Sie unter anderem der untenstehenden Berichterstattu ng aus dem April 2019 entnehmen können, hat sich die FDP-Bundestagsfrakt ion daher Anfang 2019 mehrheitlich für den Erhalt des Heilpraktikerwe sens ausgesprochen.

https://medwatch.de/2019/04/18/trotz-kritik-der-gesundheitspoli tiker-fdp-fraktion-stimmt-fuer-erhalt-des-heilpraktikerbe rufs/

Ich bin ebenfalls der Auffassung, dass es jedem Menschen freistehen muss, ob wie er sich helfen lässt - auch und grade im gesundheitliche n Bereich.
Jeder muss seine Grenzen kennen und vor deren Überschreit ung ein weiteres Tätigwerden ablehnen-egal ob Heilpraktiker oder Arzt.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Zillmer


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V. Janzen
Ich finde es unmöglich, wie Schreibtischtäter fernab der Realität Entscheidungen über Dinge fällen, von denen sie keine Ahnung haben.
Bedenklich auch, dass hier eine starke Lobby im Hintergrund zu vermuten ist.
Ich wünsche Ihnen, dass es gelingt eine breite Öffentlichk eit auf dieses Thema aufmerksam zu machen.
Meine Stimme hat die Petition bekommen und ich werde auch andere darauf aufmerksam machen - viel Erfolg!

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con infoAus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in den hier vorgestellten Therapierichtungen selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.